Montag, 30. Januar 2012

Würfelwelt 611

Schwanensee 3
gefunden bei www.internet-maerchen.de

Version Kamil Bednár
(Würfelweltmäßig bearbeitet von Uwe Vitz)
Bund von Torn
Vor 200 Jahren

"In einen Schwan hat er sich verliebt", lächelte der alte Schütze. "In eine Schwanenkönigin! Wer hat so etwas je gehört? Die Schwanenkönigin ist schön und anmutig, doch sie liebt niemanden. Sie hat kalte Augen und liebt nur das kühle Wasser. Und niemals könnte sie dem Prinzen einen Thronfolger geben." "Sofern sie ein echter Schwan ist", ergänzte Benno. Und schon bahnten sie sich einen Weg durch das Gehölz in der Richtung, in der sie den Prinzen vermuteten. Nur der Mond leuchtete ihnen auf den Weg. Silberhell stand der Mond am Himmel und es war, als eilte der Prinz ihm zu. Doch der war sich dessen kaum bewusst, dass der Mond schien. Er lief ständig in der Richtung, in der die Schwäne davongeflogen waren. Nur mühsam konnte er das Dickicht durchdringen, doch schon hörte das Gesträuch auf und zwischen den dicken Stämmen der Eichen kam er nun schon schneller vorwärts. Mit einemmal teilte sich der Wald, und der Prinz sah sich auf einer ausgedehnten Lichtung. Im blassen Licht des Mondes waren die schattenhaften Umrisse einer Burgruine zu erkennen - der Steinernen Burg - die einst ausgebrannt war und die niemals wieder neu aufgebaut wurde. Der Prinz rang nach Atem. Ermattet setzte er sich auf einen Steinblock, um auszuruhen. "Wie finde ich sie nur in dieser Wildnis , wenn ich nicht weiß, wo sie sich verbirgt?" dachte er voller Bangen. Ratlos sah er zum Mond hinauf, doch der starrte ihn nur an mit reglosem, kaltem Blick. Er wandte das Gesicht ab und blickte zu den Eichen hin, die einer schweigenden Schar von Dienern glichen, die auf einen Befehl warteten. Da schien ihm, als sähe er zwischen den Stämmen den Mond aufs neue. Doch der Mond war es nicht, und es war auch nicht der Schwan, es war eine Fee. In nichts unterschied sie sich von einem menschlichen Wesen. Ein wunderschönes, blasses Mädchen, mit goldenem, bis auf die Schulter fallendem Haar und himmelblauen Augen. Sie trug ein weißes Gewand, das nur ihre nackten Füße freiließ. Er sprach sie an. Und er war überrascht, dass die Fee ihm antwortete. Und noch mehr verwunderte es ihn, dass sie mit ihm sprach, als hätten sie sich schon längst gekannt, als wären sie Spielgefährten ihrer Kindheit.

"Ich war so wie andere Mädchen , mein Prinz", erzählte sie, "doch der Herr dieses verwunschenen Waldes hat mich aus Rache in einen Schwan verwandelt. Und mit mir auch alle Mädchen aus meinem Gefolge. "

Sonntag, 29. Januar 2012

Würfelwelt 610

Schwanensee 2
gefunden bei www.internet-maerchen.de

Version Kamil Bednár
(Würfelweltmäßig bearbeitet von Uwe Vitz)
Bund von Torn
Vor 200 Jahren

"Sieh doch, wie schön sie ist! Wie ein schneeweißes, zart geblähtes Segel! Wie die unruhigen Nächte, in deren Dunkelheit ich aufwachte und etwas Unaussprechliches mich zum nächtlichen Fenster trieb, den Mond zu betrachten, wie er durch die Wolken zog. Siehst du? Jetzt rüsten sie zum Abflug. Sie fliegen mir davon!" Wirklich, im Dämmer des Sees, dessen Blau die hereinbrechende Nacht nun merklich schnell trübte, breiteten die Schwäne ihre Flügel aus und streckten den Hals nach vorn. Je dunkler es wurde, um so weißer schienen sie. Und am weißesten war der Schwan, auf dessen Kopf in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne die goldene Krone glitzerte. Die Schwanenkönigin schwang sich in die Lüfte wie ein weißer Hauch, und dem Prinzen stockte der Atem. "Sie fliegt zu uns, Benno!" rief er plötzlich aus. "Sie hat uns bemerkt!" Die Schwanenkönigin flog direkt auf sie zu. Doch unmittelbar in ihrer Nähe änderte sie die Flugrichtung, beschrieb einen Kreis und schwang sich hoch hinauf über den See. Und ihre Gefährtinnen folgten ihr, als zöge sie jene an einer unsichtbaren Schnur hinter sich her. "Ich laufe ihr nach, ich darf sie nicht verlieren!" rief der Prinz, und Benno bemühte sich vergebens, ihn zurückzuhalten. Ehe sich's die übrigen versahen, war der Prinz im Schatten des Waldes verschwunden. "Was nun. wandte sich Benno ratlos an seine Gefährten, als er sah, dass er den Prinzen nicht mehr einholen konnte. "Wir werden ihn suchen", sagte ein alter, erfahrener Schütze. "Vielleicht finden wir ihn dort, wo der Wald ein Ende nimmt."

Samstag, 28. Januar 2012

Würfelwelt 609

Schwanensee 1
gefunden bei www.internet-maerchen.de

Version Kamil Bednár
(Würfelweltmäßig bearbeitet von Uwe Vitz)
Bund von Torn
Vor 200 Jahren


Den ganzen Tag saßen sie im Sattel, doch der Prinz hatte heute keine Freude am Weidwerk. Er jagte nur im wilden Ritt durch die Gegend. Etwas bedrückte ihn, aber er wusste nicht, was es war. Als der Prinz und seine Gefährten gegen Abend endlich müde und abgespannt zurück ritten, gelangten sie plötzlich in die Nähe des Steinernen Haines. Es war ein Wald, über den so unheimliche Geschichten erzählt wurden, dass sich kaum jemand hineinwagte. Beim Anblick des Waldes überkam einen wirklich das Grauen. Selbst die Pferde stutzten vor dem düsteren Wald der Eichen, die wie aus Stein gemeißelt schienen.

"Sieh nur, Benno!" rief der Prinz plötzlich seinem Gefährten zu und zeigte hinauf zum dämmernden Himmel. "Schwäne, und was soll sein?" fragte Benno mit leichtem Achselzucken. "Aber der dort vorn, siehst du nicht?" rief der Prinz. "Bist du denn blind, Benno? Eine goldene Krone hat er auf dem Kopf! Das haben Schwäne doch nicht!" "Wirklich", nickte Benno. Merkwürdige Schwäne waren es, und am merkwürdigsten war jener, der an der Spitze der ganzen Schar flog. Sie glichen einer weißen Wolke, die eilig am Himmel zieht. "Den muss ich bekommen!" rief der Prinz aus. "Eine Schwanenkönigin sieht man nur einmal im Leben. Und manch einer sieht sie überhaupt nie!" Eine ungewisse Sehnsucht erfüllte sein Herz. Er spannte den Bogen. Doch er war nicht schnell genug. Die Schar war schon in den Tiefen des Waldes niedergegangen. Sie sprangen aus dem Sattel und liefen in den Wald. Dort umfing sie eine schaudererregende Stille. Die mächtigen Eichen glichen Felsen. Und das Moos war wie ein dicker Teppich. Sie bahnten sich einen \Weg durch das Unterholz, sie wussten selbst nicht, wohin. Plötzlich zeigte Benno nach vorn: "Ein See!" Im Dämmerlicht glänzte zwischen den Bäumen ein Silberspiegel. Sie bogen die letzten Äste des Dickichts auseinander, und standen überrascht am Ufer. Auf dem See schwamm eine Schar weißer Schwäne mit schlanken, langen Hälsen, und an ihrer Spitze glitt der schönste, weißeste und zugleich der traurigste von ihnen erhaben über den Wasserspiegel, der Schwan mit der goldenen Krone auf dem Kopf. Der Prinz spannte den Bogen. Aber dann ließ er ihn wieder sinken. "Ich kann nicht schießen", stöhnte er auf. "Es ist mir, als sollte ich ein menschliches Wesen töten. Benno, das ist kein Schwan, das ist ein schönes Mädchen, das ist die Prinzessin, die ich suche, meine Braut!" "Bist du von Sinnen, Prinz?" schalt ihn Benno. "Du warst noch ganz außer dir vor Freude bei dem wilden Ritt, und jetzt auf einmal solche Reden! Oder hat dich etwas behext? Man sagt ja, der Steinerne Hain sei von Zauber umwoben." "Die Schwanenkönigin hat mich bezaubert", flüsterte der Prinz, und in seinen Augen schimmerte der Widerschein des Sees mit der weißen Schwanenschar.

Freitag, 27. Januar 2012

Würfelwelt 608

Schwanensee
gefunden bei www.internet-maerchen.de

Version Kamil Bednár
(Würfelweltmäßig bearbeitet von Uwe Vitz)
Bund von Torn
Vor 200 Jahren
Prolog

In einem nördlichen Königreich sprach die Königin am Vorabend seines achtzehnten Geburtstages zu ihrem Sohne: "Du bist nun schon alt

genug, mein Sohn, um dir eine Braut zu suchen, die eines Tages an deiner Seite auf dem Throne sitzen wird."

Doch der Prinz dachte noch gar nicht ans Heiraten. "Damit quäle mich nicht, Mutter", sagte er und sah zum Fenster hinaus, wie sich

die Bäume im Winde bogen. "Du musst heiraten, mein Sohn", drang die Mutter in ihn. "Was würden die Untertanen zu einem König ohne

Königin sagen?" Der Prinz stieß einen Seufzer aus. "Was soll ich also tun, Mutter?" fragte er. "Ich werde es selbst einrichten",

sagte die Königin. "Aber du musst mir folgen." Der Prinz seufzte ein zweites Mal. "Nun, wenn du meinst, Mutter, so werde ich dir

folgen. Aber heute möchte ich noch gern auf die Jagd gehen." "Genieße die Freuden deiner Jugend", lächelte die Königin, "vergiss aber

nicht, dass ich morgen ein großes Fest veranstalte, zu dem ich die schönsten Mädchen aus allen guten Familien, die es nur im Lande

gibt, einladen werde. Und unter ihnen wirst du dir dann eine Braut aussuchen." "Du kannst sie mir selbst aussuchen", rief der Prinz

aus, froh, dass das Gespräch schon endete. "Mir ist der Wind am liebsten und die weite Landschaft und Pferde und der Bogen und die

Wälder." Und schon sah ihn die Königin nicht mehr. Mit seinem liebsten Gefährten Benno und einigen Männern aus seinem Gefolge war er

bereits zur Jagd gestürmt.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Würfelwelt 607

Vorwort zu Schwanensee

Hallo Leser,

das war es erst einmal mit dem Vampirlord.
Auch er soll ein paar Jahrhunderte Privatleben haben.
Vielleicht fällt jemand anderen ja noch eine Story ein.
Hier geht es weiter mit dem Märchen Schwanensee.
Die meisten von euch kennen wahrscheinlich die Oper.
Aber dahinter steht eben auch ein richtig tolles romantisches Märchen, welches
ich für die Würfelwelt kopiert habe.
Hier mal die Daten:

Schwanensee
gefunden bei www.internet-maerchen.de
Version Kamil Bednár
Dieses Märchen wurde www.internet-maerchen.de von Andreas Weigel [andreas.weigel@gmx.de] zur Verfügung gestellt. Vielen Dank auch von mir
Uwe Vitz

Mittwoch, 25. Januar 2012

Würfelwelt 606

Der Vampirlord Lestor
(Der Bund von Torn)


Uwe Vitz
Nach einem Text v. Brumbaer
Vor 135 Jahren

Die Schlacht


Lord Lestor starrte wütend auf die Kämpfe im Hof seiner Burg.
Die Ordenszauberer des Bundes von Torn griffen seine Burg an.
Tapfer versuchten seine Vampirritter und die Werwolfkrieger die Angreifer abzuwehren, doch dabei erlitten sie zu große Verluste
Magische Flammenbälle trafen seine Getreuen und verbrannten sie.
Noch waren es wenige, aber bald würden die Verluste zu groß werden.
Der Vampirlord stieß einen kurzen schrillen Schrei aus.
Seine Vampirritter und die Werwolfkrieger zogen sich blitzschnell zurück.
Überrascht verfolgten die Ordenszauberer ihre Gegner
Dabei wollte Lord Lestor eigentlich von hier aus, die Herrschaft über den Bund von Torn, erreichen.
Doch hatte er nicht mit dem Zaubererorden des Bundes gerechnet.
Der Zaubererorden wollte die Herrschaft der Vampire einfach nicht dulden.
Dieser Zauberorden hatte zwar vor Jahrzehnten schon die große Vampirkönigin Sadu vernichtet, doch Lord Lestor hatte geglaubt die Aufmerksamkeit des Ordens wäre durch die Allianz von Moa und dem wahnsinnigen Vampirmeister abgelenkt, so dass er unbemerkt ein Heer aus Kreaturen der Finsternis um sich sammeln und die Macht im Bund von Torn übernehmen konnte.
Leider war dies misslungen.
Dabei war der Vampirlord selber ein mächtiger Magier.
Lord Lestor ballte die Faust als er sah wie die Ordenszauberer durchbrachen und seine Burg stürmten.
Wenn die Nacht nur etwas länger dauern würde, dann hätte er eine Chance auf den Sieg gehabt.
Seine Vampirritter und die Werwolfkrieger verschwanden in den Tiefen der Gewölbe seiner Burg, dort gab es zahlreiche Fluchttunnel, durch die sie ihren Verfolgern entkommen konnten.
Auf dieser Ebene der Würfelwelt sollte es weiter Vampirritter und Werwolfkrieger geben.
Nun würde geschehen was Lord Lestor erwartet hatte,
Da ging auch schon blitzschnell eine der Sonnen der Würfelwelt auf.
Ihm selber machten die kleinen Sonnen der Würfelwelt nichts aus, aber seinen Vampirrittern und den Werwolfkriegern leider schon.
Im Sonnenlicht wären sie den Ordenszauberern fast hilflos ausgeliefert gewesen, deshalb hatte Lord Lestor den Rückzug befohlen.
Er war der einzige ernsthafte Konkurrent für den wahnsinnigen Vampirmeister.
Und Lord Lestor hätte es schaffen können, die Macht auf dieser Ebene der Würfelwelt zu übernehmen.
Wenn dieser verfluchte Orden nur etwas unaufmerksamer gewesen wäre.
Dabei hatte ihm, sein Meister, König Dracula , sogar vor dem Orden gewarnt.
Alleine kam Lord Lestor offenbar wirklich nicht gegen diesen elenden Zaubererorden an.
In diesem Fall hätte er vorsichtiger sein sollen.
Rasch begab der Lord sich in seine geheimen Gemächer.
Hinter sich sprach er einen Bannzauber, so leicht würden die Ordenszauberer seine Spur nicht finden.
Die Geheimtür war noch zusätzlich durch einen Tarnzauber geschützt
Entschlossen betrat Lord Lestor den Beschwörungsraum, wo seine Frau Serena, eine mächtige Vampirhexe schon wartete.

„Wir müssen weg, mein Meister “, sagte seine Frau.

„Ja du hast Recht, Serena, aber ich muss noch eine Kleinigkeit erledigen, gehe schon einmal vor “, antwortete Lord Lestor.
Serena verneigte sich noch einmal und verschwand durch einen Geheimgang, dieser führte zu einen Portal, welches sie auf die Vierte Ebene der Würfelwelt brachte.
Auf die Winterinsel, in das Schloss von König Dracula.
Kein Ordenszauberer konnte ihnen dorthin folgen.
Lord Lestor begab sich in einem der hinteren Räume seiner Geheimgemächer, hier lag ein gefesselter Mann, ein gefangener Ordenszauberer.
“ Du elendes Ungeheuer, jetzt naht dein Ende!” , rief der Zauberer.
Lord Lestor lächelte traurig.

“ So ist es Ordensbruder Johann, doch leider habt Ihr dabei noch eine kleine, aber feine, Rolle zu spielen.”

Der Vampirlord zog seinen Zauberstab hervor und lähmte den Ordenszauberer.
Dann verlieh er ihm seine eigene Gestalt.
Bruder Johann wurde zu einen Doppelgänger von Lord Lestor.
Lord Lestor nahm den Gefangenen seine Fesseln ab und trug ihn zu seinem Sarg, den er in einen der vorderen Räume, seiner Geheimgemächer, aufgestellt hatte.
Er legte seinen gelähmten Doppelgänger dort hinein.

“ Grüßt Eure Kameraden von mir, ich muss nun leider gehen “, sagte Lord Lestor lächelnd.

Er verbeugte sich noch einmal höflich vor dem entsetzten Gelähmten und folgte dann seiner Frau durch den Geheimgang.
Auch er verließ diese Ebene durch das Portal, aber er löschte das Portal vorsichtshalber auch noch hinter sich aus.
Kein Ordenszauberer sollte ihm folgen können.

Eine Stunde später, nach dem die Ordenszauberer endlich die Geheimtür trotz Tarnzauber gefunden hatten.
Ein magischer Blitz zerstörte die Tür in die Geheimgemächer.
Ordenszauberer stürmten herein.
“ Dort liegt der Vampirlord in seinem Sarg!” rief Ordensbruder William
“ Schnell wir müssen ihm lähmen “, sagte Ordensbruder Jakob.
Die beiden Ordensbrüder richteten ihre Zauberstäbe auf den falschen Lord Lestor und lähmten ihm gleich doppelt.
Jetzt war Ordensbruder Johann gleich dreifach gelähmt.
Ordensbruder Jakob trat zu dem Gelähmten und sagte:

„ Kreatur der Finsternis, der Orden der Zauberer des Bundes wird dich nun von deiner elenden Existenz erlösen, sei für immer vernichtet und ruhe in Frieden. "


Verzweifelt wollte Bruder Johann etwas sagen, aber er konnte nicht.
Der Bannzauber verhinderte es..
Furchtbare Angst ergriff ihn
Ordensbruder William nahm den Eichenpflock und setzte diesen ans Herz des “Vampirs“.
„Das ist auch die Rache für unseren Ordensbruder Johann! “ sagte Ordensbruder William
Ordensbruder Jakob nickte zustimmend, für Ordensbruder William war dies das Zeichen.
Er durfte den Vampirlord vernichten.
Ordensbruder William rammte mit aller Kraft den Eichenpflock in das Herz von Johann,
Vor Schmerz und Verzweifelung schreiend begann der Ordensbruder Johann zu verenden.
Schweigend und ahnungslos sahen die beiden anderen Ordensbrüder zu.
Der Zauber von Lord Lestor wirkte so perfekt, dass er wirklich wie ein Vampir zerfiel.
Die Täuschung sollte perfekt sein.
Dann war nur noch ein Skelett übrig, welches die beiden Ordensbrüder jedoch irgendwie verzweifelt anblickte.
Ordensbruder Jakob befahl seinen Helfern den Sarg in geweihter Erde zu begraben.
" Sein Grab soll geheim sein, damit er nie gefunden und für immer vergessen wird“, befahl Ordensbruder William.
In der Ordensburg öffnete der Chronist später feierlich die Chronik des Ordens, in der alle bedeutenden Taten des Ordens verzeichnet wurden.
Er schrieb das Ende des Vampirlords hinein.

Ende











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Dienstag, 24. Januar 2012

Würfelwelt 605

Der Vampirlord Lestor
(Der Bund von Torn)

Die letzte Begegnung
(Vor ca. 145 Jahren)
Von Uwe Vitz


Die beiden Vampirwächter wurden von magischen Bannstrahlen davon geschleudert.

“ Hinfort mit euch!”

Der Vampirlord Lestor drang mühelos in das unterirdische Reich des Vampirmeisters ein.
Vampire eilten in Panik davon, denn sie erkannten und fürchteten ihm.
Schrille Schreckensschreie hallten durch das Höhlenreich.

“ Ah, mein alter Meister kommt zu Besuch“, sagte eine kalte Stimme.

Und aus dem Dunkeln der Höhle trat der Vampirmeister dem Vampirlord entgegen.
Er war irgendwie gewachsen, ein wahrer Riese, mindestens zwei Kopf größer als der Vampirlord.
Eine schwarze Kapuze verbarg sein Gesicht.

“ Valek?” , fragte Lord Lestor unsicher.

“ Ja, Lord Lestor, einst wahr ich Prinz Valek, dann verwandeltet Ihr mich in den Vampirprinzen Valek, meine geliebte Königin, Sadu, ernannte mich zu dem Vampirmeister, doch erst die Zauberer des Bundes von Torn machten mich zu dem neuen Vampirmeister, seht mich an!”

Er riss sich die Kutte vom Kopf.
Lord Lestor zuckte zurück, er sah einen bleichen Totenschädel mit zwei rot glühenden Augen und monströs großen Vampirzähnen.
Dann hielt er inne.

“ Wo ist Serena, meine Gemahlin?” , fragte Lord Lestor.

“ Folgt mir, Lord Lestor “, sagte der Vampirmeister.

Der Vampirmeister führte Lord Lestor zu einem gläsernen Sarg.

“ Sie war wie eine Mutter für mich, deshalb habe ich sie in den Vampirtiefschlaf versetzt und nicht vernichtet”, sagte der Vampirmeister überraschend sanft.

“ Lass sie frei, überlasse sie mir “, verlangte Lord Lestor.

“ Gut nehmt sie mit und verschwindet, doch vergesst nie, ich bin der Vampirmeister!”

“ Gut “, sagte Lord Lestor.
Er erweckte Serena, half ihr aus dem Glassarg und führte sie aus dem unterirdischen Reich wieder heraus.

“ Fürchtet mich! Ich bin der Vampirmeister! Fürchtet mich!” , schrie der Vampirmeister hinter ihnen her.

“ Er ist völlig wahnsinnig geworden “, meldete Lord Lestor später König Dracula zufrieden.
“ Soll dieser Narr die Aufmerksamkeit der Sterblichen auf sich ziehen, ich werde derweil heimlich die Machtübernahme der Vampire auf dieser Ebene vorbereiten.”

Montag, 23. Januar 2012

Würfelwelt 604

Der Vampirlord Lestor
(Der Bund von Torn)

Die Rückkehr
(Vor ca. 145 Jahren)
Von Uwe Vitz


Jemand zog das Schwert aus seiner Brust.
“ Ahhh” , stöhnte der Vampirlord.
Die Wunde in seiner Brust schloss sich sofort, doch er blieb eine kraftlose Mumie.
Der Retter gab seinen Dienern ein Zeichen, sie brachten ihm das Mädchen.
Er ergriff das Menschenmädchen und zwang es sich in die Gruft zu beugen, bis der Hals dicht beim Mund des Vampirlords war.

“ Trinkt den Lebenssaft, oh Lord Lestor, trinkt.”

Und der Vampirlord biss zu und begann zu trinken.
Während das Mädchen starb, verjüngte sich der Körper des Vampirlords und dann erhob er sich noch zitternd aus seiner Gruft.
Sein Retter, ein Vampirhexer mit einem dritten Auge, warf die Leiche des Mädchens achtlos fort.
“ Willkommen zurück, Lord Lestor “, sagte der Vampirhexer und half dem Vampirlord aus der Gruft heraus.
“ Wer seid Ihr?”. fragte Lord Lestor mit zitternder Stimme.

“ Ich bin Thulzar, ein Vampirhexer, zu Euren Diensten, König Dracula befahl mir Euch zu neuem Leben zu erwecken”, erwiderte der Vampirhexer.

“ Ah, der gute König Dracula, ja, wir alle verdanken ihm viel, sagt, wie lange lag ich in dieser Gruft? “ , fragte Lord Lestor

“ Neunzig Jahre “, antwortete der Vampirhexer.

“ Neunzig Jahre, lebt meine Frau Serena noch?” ,fragte der Vampirlord.

“ Ja, sie lebt noch, sie ist eine Gefangene des Vampirmeisters.”

“ Des Vampirmeisters?”

“ Prinz Valek nennt sich nun so” , erklärte Thulzar.

“ Der Verräter existiert also auch noch?” , fauchte Lord Lestor.
“ Gut, dann habe ich also viel zu tun!”
























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